Zum Erhalt der Spots

Es ist wohl kein Geheimnis, dass die Eifel und auch das Ruhrgebiet (plus Umgebung) mit Ausnahme der Nordeifel ein sehr junges Bouldergebiet darstellt. Zudem sind die meisten Spots in ausgewiesenen Naturschutz- /FFH-Gebieten, was besonders in NRW (wo besonders hart umgesetzte Naturschutzverordnungen bestehen) ein Problem darstellt. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um besonders sensible Lebensräume, deren Erhalt oberste Priorität besitzt. Auch wenn es bisher (ausser in der Nordeifel) keine offiziellen Verbote gibt, so sind doch fast alle Gebiete von Sperrungen bedroht, wenn wir nicht alle sorgfältig und verantwortungsvoll mit ihnen umgehen. Gerade in den touristisch hoch frequentierten Gebieten, wie zum Beispiel der Kakushöhle, besteht zudem die Gefahr, dass der rücksichtslose Umgang mit der Natur (durch Wanderer, Ausflügler etc.) am Ende auf uns zurückfällt. Die Zeiten, in denen man einfach so Klettern und Bouldern gehen konnte sind eben einfach vorbei. Die einzige Chance, langfristig die Situation vor Ort zu sichern, besteht nur in einer Zusammenarbeit mit örtlichen Behörden und den Anwohnern der jeweiligen Gebiete.
Neben den rein offiziellen Maßnahmen kann jedoch jeder einen kleinen Teil zur Sache beitragen, indem er/sie sich an einige grundlegende Regeln hält und sich im Allgemeinen defensiv verhält: 
 | Parken nur auf ausgewiesenen Parkplatzen, auch wenn dadurch der Zustieg erheblich verlängert wird!
|  | Keine Gruppenveranstaltungen!
|  | Für den Zustieg zu den Felsen nur ausgewiesene Wanderwege verwenden und gegebenenfalls auch mal längere Umwege in Kauf nehmen.
|  | Unnötigen Lärm vermeiden (Unterhaltungselektronik hat an den Felsen nichts verloren). Zudem muss man seinen Kletterpartner auch nicht den Boulder hinauf schreien.
|  | Keine Bäume, Sträucher oder ähnliches entfernen und die Fläche unter den Felsen, die unweigerlich zerstört wird, auf ein Minimum beschränken.
|  | Wenn möglich auf die Verwendung von Magnesia verzichten. Für den Fall, dass es nicht anders geht, solltet ihr wenigstens die Griffe wieder abbürsten (Zahnbürste oder ähnliches). In den meisten Bouldern sind die Griffe absolut gut sichtbar. Es ist also nicht nötig, meterlange "Tickmarks" zu setzen.
|  | Keinen Müll zurücklassen. Auch Zigarettenkippen wieder einsammeln und ordnungsgemäß entsorgen.
|  | In allen Naturschutz-/ FFH-Gebieten und Naturdenkmälern vor Einbruch der Dunkelheit den Spot verlassen.
|  | Hat ein Tier (Fledermaus & Co) einen Felsen besiedelt, haben wir Boulderer an diesem nichts mehr zu suchen. Dies gilt vor allem in den Brutzeiten, wo man den entsprechenden Felsen großräumig umgehen sollte. |

Und da wäre noch der Informationsfluss. Falls ihr irgendetwas über die einzelnen Boulderspots zu berichten habt, so lasst es und wissen, damit wir diese Informationen einem möglichst großen Kreis zugänglich machen können. 
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