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Eifel en bloc


Hier findet ihr weitere Infos zum Boulderführer "Eifel en bloc" bei Panico...

www.panico.de

 


Pfalz & Nordvogesen en bloc


An dieser Stelle auch gleich ein bißchen Werbung für unsere Nachbarn...

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Boulderführer Eifel

Veröffentlichung contra "Secret Spot"


Als Mitautor des nun erschienenen "Eifel en bloc" Boulderführers und Mitglied des Stonevibes-Teams an dieser Stelle ein paar Worte zu diesem Projekt, was im Vorfeld zumindest im Internet für einige Unruhen gesorgt hat:

Die Idee zu einer Veröffentlichung der Eifel Boulderspots kam uns, d.h. Ralf Lehmann und Michael Gerritzen, schon vor etwa 4 Jahren. Schon damals sorgte diese Überlegung für Zündstoff. Einige Leute befürworteten unser Vorhaben, andere wiederum prognostizierten daraus resultierend zunehmende Felssperrungen.

 

Zunächst folgten wir dem Motto "Was wir lieben, müssen wir auch schützen" und hielten uns mit Informationen zurück. Über die Jahre kamen neue Spots wie zum Beispiel das Gebiet Glees oder Hohenfels hinzu. Gerade das Gebiet Glees erfreute sich, zum Ärger der zuständigen Forstbehörde, großer Beliebtheit. Lokale Probleme entstanden und schlussendlich wurde sogar ein offizielles Kletterverbot angedroht. Auch die bis zu diesem Zeitpunkt geheim gehaltenen Gebiete wie die Kakushöhle oder die Katzensteine wurden immer mehr frequentiert! An anderen Stellen ergab sich eine völlig andere Situation. Gebiete wie Hohenfels oder die Südeifel wurden quasi gar nicht besucht, was eventuell auch darauf zurückzuführen war, dass kaum jemand von der Existenz dieser Spots wusste. Viele der Boulder, die sich zuvor in einem top Zustand befanden, waren teilweise nach kurzer Zeit nicht mehr bekletterbar. Irgendwann stellten wir uns die Frage nach dem Sinn des Boulderns in der Eifel. Was nutzen einem die Felsen und Boulder, wenn sie niemand kennt, niemand pflegt und niemand beklettert. Die "Secret Spot" Einstellung war also offensichtlich nicht der Weg, das Bouldern in der Eifel zu fördern. Zudem verlangten die aktuellen Entwicklungen der bekannteren Spots nach Aufklärung. Wir haben uns deshalb dazu entschieden, nicht weiterhin den "Kopf in den Sand zu stecken" und den vielleicht etwas riskanten Weg der Veröffentlichung zu gehen. Ausschlaggebend waren für uns dabei schlicht und einfach fehlende Gegenargumente, denn unter dem Strich betrachtet ist wohl die Angst vor Sperrungen der Hauptmotivator aller Diskussionen gewesen.

 

Wir sind abschließend auch zu der Überzeugung gelangt, dass die Eifel nicht mit einem Massenauflauf an Boulderscharen zu rechnen hat, denn Bouldern in der Eifel hat viel mit Liebhaberei zu tun. So muss man in vielen Gebieten noch eine gehörige Portion Pioniergeist mitbringen, denn viele Boulder sind wie oben schon erwähnt gar nicht mehr bekletterbar bzw. müssen erst wieder freigeputzt werden. Auch spricht die hohe Dichte schwerer Boulder wie auch das teilweise bedenkliche Absprunggelände nicht gerade den Durchschnittskletterer an. Unsere Prognose ist, dass ein Boulderführer lediglich zur Aufklärung beiträgt und zudem den Kletterern und Boulderen, die nicht zur selbsternannten "Eifelszene" gehören, die Möglichkeit gibt, eine schöne Zeit an den Blöcken der Eifel zu verbringen. Schlussendlich wird sich nicht viel an der Situation in der Eifel ändern, außer dass die einzelnen Gebiete in einem solchen Maße besucht werden, dass sie am Leben bleiben und man nicht bei jedem Besuch mit einem umfassenden Bürstenset anreisen muss.

 

Zudem ist es absolut klar gewesen, dass der Boulderführer Eifel für Zündstoff sorgen wird und neue Diskussionen entstehen werden. Wir haben darin aber auch eine Chance gesehen, die Eifel aus ihrem "Dornröschenschlaf" zu erwecken und die gespaltene Kletter- und Bouldergemeinschaft vielleicht wieder etwas näher zusammenzuführen. Die Eifel ist ein hervorragendes, wenn auch gewöhnungsbedürftiges Bouldergebiet, wofür es sich zu kämpfen lohnt.

 

Als kleines Zeichen dafür, dass wir nicht dem Motto "Nach uns die Sintflut" folgen, dient eben auch diese Internetpräsenz. Und im Paket mit dem Boulderführer wollen wir eindeutig den Wert der Eifel für den Klettersport bzw. das Bouldern dokumentieren und eine Plattform bieten, welche in der Lage ist, zügig auf Veränderungen zu reagieren.

 

Free NRW! Free Eifel!