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Marksteine


Was das Klettern betrifft, hat sich historisch bedeutendes hauptsächlich in der Nordeifel zugetragen. Hier die regionalen Marksteine!


Historisches

Die Anfänge des regionalen Sportkletterns

Alles begann zur Zeit der Jahrhundertwende, wo in der Nordeifel bei Nideggen die ersten Klettertätigkeiten verzeichnet wurden. Paul Hager (1915 im ersten Weltkrieg gefallen) ist einer der Eifelpioniere und bestieg mit Kameraden 1908 den nach ihm benannten Hager Turm.

 

In den 20er und 30er Jahren wurden dann heutige Klassiker der unteren Schwierigkeitsgrade, wie zum Beispiel der Stuttgarter Weg und die Schleierkante (beide 4- und an der Breidelslay), eröffnet. Ende des zweiten Weltkrieges kam die Eifelszene dann so richtig in Schwung. Hammer, Meißel und Trittleitern leiteten die "Techno-Ära" ein.

 

In den 50er Jahren erregte ein Mann Namens Robert Bechem mit namhaften Erstbegehungen, wie der Trichterkante 6+ und Goldfinger 6+, mächtig Aufsehen. Zusammen mit Dieter Siegers, der in Nideggen einen kleinen Kletterladen betrieb, dominierte er für lange Zeit das Geschehen in der Eifel.

 

Ende der 70er vollzog sich dann der Wandel zum Freiklettern, wie wir es heute kennen. Neue Namen wie Benno Bressler oder Hans Nathan betraten die Bildfläche. Routen, wie zum Beispiel Grautvornix 8-, Paternoster 8+ ( beide zunächst noch technisch begangen) stammen aus dieser Epoche.

 

1980 wird dann die Grenze zum achten Grad endgültig durchbrochen. Als erster Kletterer der Eifel gelang Hans Nathan 1980 die erste Rotpunkbegehung von Grautvornix 8-. Schon wenige Jahre später fiel dann die Mauer zum neunten Grad mit der Erstbegehung der Falkenwand 9- durch Ronald Kaiser. Mit der Begehung der Hühnerbrust 9+ (Rotkreisbeghung durch Hans Nathan 1985) war der zehnte Grad in erreichbare Nähe gerückt.

Sascha Flohe entthronte 1990 die Hühnerbrust durch seine Begehung von Bibos Idee 9+/10- und verhalf der Eifel damit zur ersten Route im zehnten Grad. Die bis heute schwierigste Route der Nordeifel ist Zöllibat 10-/10.

 

Parallel zur Climbing-History in der Eifel verhalfen auch im Ruhrgebiet Kletterer wie zum Beispiel Bernd Weisgerber dem Freiklettern zur Etablierung. Im Hönnetal bei Iserlohn entstanden zahreiche Routen im neunten Grad und auch in kleinen Steinbrüchen, wie zum Beispiel dem Isenberg bei Hattingen, entstanden durchaus Wege, die man guten Gewissens zu den Klassikern zählen kann. So ist zum Beispiel die Dachelkante 9 am Isenberg einen Besuch Wert und markiert durch ihren Bouldercharakter zu dem den Beginn einer anderen Kletterdisziplin, dem Bouldern.

 

In der heutigen Zeit setzt die praktizierte Naturschutzkonzeption dem Klettern hart zu. In den klassischen Gebieten wie der Nordeifel, dem Hönnetal oder auch Gerolstein darf so gut wie gar nicht mehr geklettert werden. Einen kleinen Lichtblick stellen neue Gebiete wie zum Beispiel der Bochumer Bruch bei Wülfrath dar. Auch das Gebiet Ettringen ist noch so gut wie nicht vorbelastet und bislang nicht von Sperrungen bedroht.











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Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von climbing.de






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