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Der Fall Hofermühle

Naturschutz absurd: Part I

Die Hofer Mühle ist eines der negativen Beispiele des in NRW praktizierten Naturschutzes!

Kletterer bemühten sich darum, eine "Müllhalde" zu einem für das Klettern genießbaren Gebiet umzufunktionieren. Umfangreiche Aufräumarbeiten förderten natürlich nicht nur eine angenehmere Atmosphäre sondern verhalfen auch der Natur dazu, einen zerstörten Raum zurückzugewinnen!

Die Folge war die Deklaration zum Naturschutzgebiet und ein bis dato geltendes Kletterverbot!


Richard Goedecke schreibt dazu in "Kletteratlas Deutschland":

"Als der Steinbruch Hofermühle von Kletterern entdeckt wurde, war er eine wilde Müllkippe. Die überwiegend jugendlichen Kletterer räumten auf, legten Kletterrouten und Wege an, die Vegetation erholte sich, es entstand eine richtige kleine Idylle. Diese Idylle wurde von "Naturschützern" entdeckt, als gefährdet erklärt, behördlich als Schutzgebiet ausgewiesen und eingezäunt. Und das Klettern verboten. Aber diese komplette Abschirmung bekam der seltenen, als schützenswert definierten Vegetation dieses Sekundärbiotops gar nicht gut. Sie wurde nämlich von banalerem und vitalerem Gebüsch, das nicht mehr durch die Kletterer zurückgehalten wurde, überwuchert. Das sollte nicht sein. Deshalb wurde für teures Geld mit schwerem Gerät - weil doch Arbeitskräfte noch teurer sind - in den Bruch hineingefahren, um darin kräftig "Pflegemaßnahmen" durchzuführen. Danach sah es wieder so ähnlich aus wie nach dem Wegräumen des Mülls...

Der Bruch ist weiterhin gesperrt."


"Free NRW" schreibt dazu:

"Es war einmal ein als wilde Deponie genutzter Steinbruch. Die DAV-Sektion Essen erhielt 1969 von der Krupp AG als Eigentümer die Genehmigung den Steinbruch zu nutzen. Daraufhin wurde von Essener Kletterern ordentlich aufgeräumt, Wege angelegt und Kletterrouten eingerichtet. Ersteres hätten sie besser gelassen, denn es führte zur Ansiedlung seltener Flora und Fauna, so dass sich das Gebiet in ein Biotop verwandelte. Das rief natürlich die Naturschützer auf den Plan, die den Bewuchs als gefährdet erklärten, worauf die Behörden den Steinbruch als Naturschutzgebiet auswiesen - natürlich mit Kletterverbot.

Die Folge war, dass der Steinbruch verwilderte und die seltenen Pflanzen von wucherndem Allerweltskraut, welches die Kletterer vorher immer wieder beseitigt hatten, verdrängt wurden. Die seit dem mit schwerem Gerät regelmäßig und für teures Geld durchgeführten "Pflegemaßnahmen" haben umfassenden Erfolg: Das Unkraut ist danieder, der Rest auch. Eine Zusammenarbeit mit den Kletterern war offenbar nicht gewollt. Stattdessen streiten sich nun Botaniker, Schnecken- und Insektenkundler über den Umfang der Freistellungen und den Umgang mit einzelnen Grünflächen. Die Schärfe der Auseinandersetzungen hält sich bekanntlich allein deshalb in gewissen Grenzen, da man nur gemeinsam auf öffentliche Gelder zugreifen kann. Somit darf also der Steuerzahler auch noch dieses Kasperletheater finanzieren. Das Gebiet, welches mittlerweile mehr einem "Öko-Freilichtmuseum" ähnelt denn einem Naturschutzgebiet ist selbstverständlich bis heute für Kletterer gesperrt."