Das Kultgebiet am Rande des Ruhrgebiets

Das Hönnetal bei Iserlohn zählt mit Sicherheit zu den historisch bedeutsamsten Klettergebieten unserer Region. Leider sind mittlerweile die meisten Felsen für das Klettern gesperrt. Eine sehr skurrile Angelegenheit, betrachtet man das angebliche Naturschutzgebiet im Detail, denn eine Hauptverkehrsstrasse wie auch eine Bahnlinie durchziehen das gesamte Tal. Besonders der LKW- Verkehr an den Wochentagen sorgt dabei für erhebliche Lärmbelästigung. Seltsamerweise wird alles nur Denkbare unternommen, um den Verkehrfluss nicht zu beeinträchtigen. So wurden zum Beispiel Netze zum Schutz vor Steinschlag aufgestellt und der Fels an zahlreichen Stellen mit Ankern gesichert. Nur das Beklettern der Felsen ist verboten.
Charakteristisch für das Hönnetal sind die bis zu 60m hohen Kalksteinwände, die überwiegend technisch anspruchsvolle Kletterei bieten. Insgesamt sind etwa 500 Routen erschlossen, von denen jedoch nur ein sehr kleiner Teil beklettert werden darf. 
Zur Situation vor Ort
Von den 31 Felsmassiven im Hönnetal sind nur noch 4 Sektoren für das Klettern freigegeben, was bedeutet, dass das Kletterern geduldet werden. Dabei handelt es sich überwiegend um Felsen im südlichen Hönnetal. Nach neuesten Informationen soll jedoch das NSG Hönnetal erweitert werden, wodurch auch die letzten Felsen mit einem offiziellen Kletterverbot belegt würden. Aktuelle Informationen zur Lage im Hönnetal bietet die Homepage der IG-Klettern. Im folgenden eine Liste der gesperrten/"freigegebenen" Felsen im Hönnetal: 
Ganzjährig gesperrte Sektoren/Felsen

 | Binoler Wand, Messergrad, Feldhofstein, Klusenstein, Sirenenpfeiler, Uhuwand, Uhuturm, Eulenwand, Tafelstein, Kanzelstein, Mooswand, Kreuzturm, Löwenstein, Schluchtstein, Dohlenstein, 1-8 Jungfrau, Burschenfelsen, Loch Näss, Kleines Hönnevalley |

"Freigegebene" Sektoren/Felsen

 | Haustadtfelsen, Gnom, Waldstein, Bärenstein, Reckenturm (freiwilliger Verzicht: brüchig) |

Lage und Anfahrt
Das Klettergebiet Hönnetal befindet sich direkt an der B515 zwischen Menden und Neuenrade, etwa 20km südöstlich von Dortmund und ist über die A1/A45/A46 und die weiterführenden Bundesstrassen B7 und B515 erreichbar. Im Hönnetal selber befinden sich einige Wanderparkplätze, von denen man die entsprechenden Sektoren erreichen kann. 
Kletterführer
Der aktuelle Hönnetal Kletterführer ist zurzeit leider vergriffen. Eine Neuauflage ist unserem Wissen nach auch nicht geplant, was angesichts der lokalen Rechtslage auch keinen Sinn ergeben würde. Für einen netten Klettertag an den noch bekletterbaren Felsen sollte unsere kleine Topoauswahl jedoch ausreichende Infos bieten (siehe linkes Kästchen). Bleibt zu hoffen, dass sich die Situation im Hönnetal in Zukunft verbessert.



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